Dienstag, 21. Juli 09 um 12:38 Alter: 3 Jahr(e)
Von: Kreistagsfraktion

Unterirdisch durch Waddenhausen

Lage/Bielefeld. „Auch Einhausungen sind Tunnelbauwerke. Beim Bau der Bundesstraße 239 neu in Waddenhausen sind also keine überirdischen nach oben geschlossenen Bauwerke zum Lärmschutz geplant.“ Mit dieser Klarstellung tritt Bürgermeisterkandidat Hans Martin Kaup (SPD, links) Irritationen entgegen, die der Begriff „Einhausung“ bei vielen Waddenhausenern ausgelöst hat.

Zusammen mit dem SPD-Landratskandidaten Kurt Kalkreuter (2.v.l.) informierte sich Kaup in Bielefeld beim zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW über die Neubauplanungen zur B239 und B66 in Lage. Als Gesprächspartner stand den beiden Sozialdemokraten mit Niederlassungsleiter Andreas Meyer (2.v.r.) und dessen Stellvertreter Hans-Hermann Oldemeyer (rechts) die Führungsspitze des Hauses zur Verfügung. Kalkreuter wies auch als Vorsitzender der Verkehrskommission beim Regionalrat noch einmal auf die hohe Bedeutung der beiden Umgehungsstraßen für Lage hin. „Die Stadt braucht die verkehrliche Entlastung. Und außerdem verbessern die neuen Trassen die Anbindung ans Fernstraßennetz. Das ist wichtig für die Wirtschaft in Lage und im Detmolder Norden.“

Für Kaup gewinnt die sogenannte Variante B für die B239 neu durch die teilweise Einhausung sehr an Attraktivität. „In Siedlungsnähe in Waddenhausen lässt sich so ein effektiver Lärmschutz sicherstellen. Dabei läuft der Verkehr in den sensiblen Bereichen unterirdisch und zerstört nicht durch oberirdische Großbauwerke den dörflichen Charakter des Ortes.“ Einhausungen, so hatte Meyer noch einmal deutlich gemacht, sind Tunnel, die ohne die sonst übliche Infrastruktur wie Notausgänge oder Belüftungsanlagen errichtet werden.

Bezüglich der B66 neu liege sowohl für den Bereich Heiden als auch für die geplante Ortsumgehung Kachtenhausen/Helpup eine Umweltverträglichkeitsstudie vor, informierte Meyer die beiden SPD-Vertreter. Gegenüber früheren Planungen sei eine Anschlussstelle Heiden allerdings nicht mehr vorgesehen. Für beide Abschnitte könne eine erste Beteiligung der Öffentlichkeit 2010 erfolgen. Anschließend werde dann das Linienabstimmungsverfahren eröffnet.


 
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SPD-Lippe
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