Schulabschlüsse 2018 nicht gefährdet

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Welslau bemängelt, die gesamte Diskussion um das Thema nachträglicher Schulabschlüsse laufe völlig verquer. Das Weiterbildungsgesetz NRW weise diese Aufgabe eindeutig den Volkshochschulen zu, nicht etwa den Kreisen.

SPD-Kreisfraktion verwundert über Tolkemitts Thesen

Lemgo/Kreis Lippe. Verwundert zeigt sich die SPD-Kreistagsfraktion über die Einlassung des Lemgoer Kämmerers Tolkemitt, die Finanzierung nachträglicher Schulabschlüsse liege „in Trümmern“, weil der Kreis seinen Finanzierungsanteil gekündigt habe. Fraktionschef Henning Welslau: „Auch für 2017 und 2018 wird der Kreis erneut die Schulabschlüsse, die die Volkshochschule Detmold-Lemgo anbietet, mit 57.000 Euro fördern. Eine entsprechende Absprache zwischen Landrat Dr. Axel Lehmann und dem Detmolder Bürgermeister Rainer Heller ist bereits vor drei Wochen erfolgt. Vielleicht hätte sich Herr Tolkemitt zunächst einmal über den Sachstand informieren sollen, bevor er zum wiederholten Male den Kreis grundlos attackiert.“

 

Welslau bemängelt, die gesamte Diskussion um das Thema nachträglicher Schulabschlüsse laufe völlig verquer. Das Weiterbildungsgesetz NRW weise diese Aufgabe eindeutig den Volkshochschulen zu, nicht etwa den Kreisen. „Und Träger der Volkshochschulen sind die Städte und Gemeinden. Mehr noch: Lemgo ist einer der Träger der Volkshochschule Detmold-Lemgo, die als einzige in Lippe diese Weiterbildung anbietet. Es zahlten aber bislang lediglich die Stadt Detmold und der eigentlich gar nicht zuständige Kreis Lippe – auch für Bürgerinnen und Bürger aus der alten Hansestadt. Hier wäre eigentlich Herr Tolkemitt schon seit Jahren gefordert gewesen! Denn eines ist klar: Wir brauchen für die Lipperinnen und Lipper auch weiter die Möglichkeit, Schulabschlüsse nachträglich zu erlangen und sich damit weiter zu qualifizieren!“

 

Die SPD-Fraktion weist darauf hin, dass der Kreis Lippe seit mehr als zehn Jahren die nachträglichen Schulabschlüsse auf der Basis einer freiwilligen Projektförderung auf jährlichen Antrag der VHS hin unterstütze. „Landrat Lehmann hat in der Bürgermeisterrunde zu Recht darauf hingewiesen, dass Projektförderungen auch einmal enden müssten. Der Kreis kann nicht dauerhaft Zahlungen vornehmen, die eigentlich die Volkshochschulen oder deren Träger, die Städte und Gemeinden, zu leisten haben. Er hat sogar angeboten, das Qualifizierungsangebot dauerhaft zu sichern, indem der Kreis es als freiwillige Aufgabe übernimmt und die Kommunen über eine erhöhte Kreisumlage die Finanzierung ermöglichen. Das haben die Bürgermeister leider abgelehnt.“

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