SPD-Lippe fordert Erdverkabelung

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Bürger müssen geschützt werden - SPD-Lippe schreibt an Hannelore Kraft

In den Gebieten Deutschlands, die von der geplanten Stromtrasse Suedlink des Netzbetreibers Tennet durchschnitten werden, regt sich in der Bevölkerung erheblicher Widerstand. So auch im Kreis Lippe mit dem Schwerpunkt in Lügde-Rischenau. „Wir fordern eine Erdverkabelung im Kreis Lippe und haben dieses auch der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in einem persönlichen Brief mitgeteilt. Die SPD Lippe gehen davon aus, dass sie sich für dieses Anliegen beim Bund einsetzen wird. Wir können der Bevölkerung in Rischenau keine „Monsterfreileitung“ zumuten, die nur wenige Meter von der Wohnbebauung verläuft“, erklärt der SPD-Kreisvorsitzende, Dr. Axel Lehmann. Mit der Hochspannungs-Gleichstromleitung Suedlink  soll der im Norden gewonnene Windstrom nach Süddeutschland befördert werden. Die Masten hierfür sollen bis zu 70 Meter hoch sein.

Nach vielen Gesprächen, die auch von dem Landtagsabgeordneten Jürgen Berghahn und dem Regionalratsmitglied Rainer Brinkmann geführt wurden, ist sich der Chef der Kreis-SPD sicher, dass ein Umdenken stattfinden wird. Erste Anzeichen gäbe es ja bereits durch den Landesregierungsbeschluss zu den Abstandsregelungen. „Mit der 400-Meter-Abstandsregelung zur nächsten Siedlung hat die Landesregierung in Düsseldorf jetzt gemeinsam mit der niedersächsischen Regierung die gleichen Forderungen an Berlin geschickt und will sie dort auch gemeinsam vertreten“ so Lehmann weiter.

Wie der Landtagsabgeordnete Jürgen Berghahn erfahren hat, will die Landesregierung in Gesprächen mit der Bundesnetzagentur auch eine stärkere Erdverkabelung im Grundsatz durchsetzen. Die lippische SPD sieht darin hoffnungsvolle Zeichen und wird ihren Einsatz für eine vollständige Erdverkabelung erhöhen. „Wir lassen die Menschen, die am stärksten betroffen sind, nicht allein“, verspricht Lehmann.

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