SPD trägt Suedlink-Widerstand nach Berlin

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Sozialdemokraten unterstützen Protest gehen Trassenverlauf

Lügde. Den Protest gegen den geplanten Verlauf der Südlink-Trasse tragen die Sozialdemokraten jetzt nach Berlin. Darüber informierte der stellvertretende Landrat Dr. Axel Lehmann (SPD) Vertreter der Bürgerinitiative und die beiden Ortsvorsteher Dieter Diekmeier (Rischenau, SPD) und Bernd Waltemode (Falkenhagen, CDU).

Auf Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Dirk Becker und des Landtagsabgeordneten Jürgen Berghahnkommt es am 19. Mai in Berlin zu einem Gespräch mit dem Vizepräsidenten der Bundesnetzagentur Peter Franke. Neben den beiden SPD-Abgeordneten wird auch Bürgermeister Heinz Reker an diesem Gespräch teilnehmen. Es werde darum gehen, die federführende Netzagentur über die bisherigen Trassenplanungen der Firma TenneT und den breiten Widerstand dagegen zu informieren, erläuterte Lehmann bei dem Informationsbesuch der SPD-Kreistagsfraktion im lippischen Südosten. „Die Netzagentur entscheidet letztendlich über den Trassenverlauf und sollte wissen, dass die Menschen im Weserbergland kein Verständnis für eine 50 Kilometer längere Streckenführung durch die Kreise Hameln-Pyrmont, Lippe und Höxter haben“, so Lehmann. „Auch an die Netzagentur muss die Frage gerichtet werden, ob ein Trassenverlauf entlang der Autobahn A7 nicht sinnvoller und wirtschaftlicher ist.“

Die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion informierten sich in Rischenau und Henkenbrink über den geplanten Trassenverlauf und stärkten der Bürgerinitiative dabei den Rücken. Sebastian Köhne, SPD-Kreistagsmitglied aus Lügde, betonte, dass es nicht darum gehe, kleinere Korrekturen an der Trasse und Erdverkabelungen durchzusetzen. Vielmehr müsse grundsätzlich gegen den Trassenverlauf Widerstand geleistet werden. Für Axel Lehmann hat das mit dem St-Florians-Prinzip nichts zu tun: „Wir wollen die Energiewende und den Ausstieg aus der Atomkraft. Dafür sind auch Hochspannungsleitungen wie Suedlink nötig. Aber so lange es von TenneT keine einleuchtende Erklärung für den Trassenschwenk nach Westen gibt, muss die Linienführung willkürlich erscheinen. Und Willkür braucht Widerstand!“

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