SPD will Regionalmarke stärken

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Kreisfraktion mit Vorschlägen für „Lippe 2025“

Kreis Lippe. Eine Stärkung der Regionalvermarktung in Lippe ist einer der zentralen Vorschläge der SPD-Kreistagsfraktion für das geplante Entwicklungskonzept „Lippe 2025“. Die Fraktion brachte jetzt ihre Ideen im Rahmen der Zukunftswerkstatt „Umwelt, Energie und Verbraucherschutz“ ein.

„Eine Regionalmarke wie Lippequalität ist für den Kreis von großem Wert“, begründet Fraktionschef und Landratskandidat Dr. Axel Lehmann den Vorstoß. „Sie sorgt nicht nur dafür, dass Wertschöpfung in der Region bleibt. Sie ist auch ein Stück Verbraucherschutz, weil sich mit ihr Qualitätsmerkmale verbinden. Die Kunden wissen, bei diesen Produkten hat es keine langen Transportwege gegeben, war keine Gentechnik im Spiel und wurden auch keine Klärschlämme als Dünger eingesetzt.“ Solche Standards dürften keinesfalls ausgehöhlt werden, meinen die Sozialdemokraten.

Bei der Erzeugung erneuerbarer Energien will die SPD-Kreistagsfraktion in zehn Jahren in Lippe möglichst viele Anlagen sehen, die unter breiter Beteiligung der Bürger errichtet und betrieben werden. Auch die lippischen Energieversorger und lippische Banken sollten sich an dieser Stelle noch stärker engagieren als bislang. „So verbinden wir die nötige Energiewende mit Wertschöpfung, die den Menschen im Kreisgebiet direkt zu Gute kommt“, erläutert Lehmann. Und auch an den Versorgungsnetzen sollten stärker die Bürger und lokalen Versorger beteiligt sein als die Multis der Branche.

Die SPD möchte außerdem die Energieberatung für Lipperinnen und Lipper mit geringem Einkommen stärken. Das sei sozial und ökologisch richtig, meint Lehmann. Bei diesem Thema will die SPD die lokalen Stadtwerke stärker in die Pflicht nehmen. Und schließlich: Die SPD setzt umweltpolitisch auf geringe Flächenverbräuche. Lehmann: „Der Kreis sollte 2025 in der Lage sein, gemeindeübergreifend Baulücken, Industrie- und Gewerbebrachen oder Leerstände in Innenstädten zu erfassen. Investoren können dann auf geeignete Immobilien aufmerksam gemacht werden, die ohne großen Landschaftsverbrauch zu entwickeln sind.“

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