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Kinder brauchen unseren Schutz

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Lippe wird „Ort der Kinderrechte“ - Wochenrückblick mit SPD-Kreistagsfraktionsmitglied Antonius Grothe

 

Missbrauch von Kindern gibt es in allen gesellschaftlichen Schichten. Sexuelle Gewalt findet meist in der Familie, im sozialen Umfeld und Bekanntenkreis statt. Im Jahr 2017 gab es in Deutschland 11.547 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch. Da aber nur ein kleiner Teil der Taten angezeigt wird, werden viele Taten statistisch nicht erfasst und bleiben im Dunkelfeld. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass jeder siebte bis achte Erwachsene in Deutschland in seiner Kindheit und Jugend sexuelle Gewalterfahrungen machen musste. Diese Zahlen sind erschreckend, machen fassungslos und zeigen, dass Kinder und Jugendliche besser geschützt werden müssen.

 

In dieser Woche gibt Landrat Dr. Axel Lehmann bekannt, dass der Kreis Lippe ein Ort der Kinderrechte werden soll. Gleichzeitig findet im Kreishaus das mittlerweile siebte Kinderschutzforum, mit 300 Teilnehmer*innen statt. Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, übernimmt die Schirmherrschaft über das Projekt.

 

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch
Tel. : 0800/22 55 530
Bundesweit, kostenfrei und anonym
Das Telefon ist ein Angebot des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung


In Lippe ist im Bereich Kinderschutz gerade viel in Bewegung. Im März 2019 hatte der Kreistag die Einrichtung der Fachstelle Kinderschutz sowie einen Kinderschutzfonds beschlossen, der Maßnahmen zum Kinderschutz und zur Prävention sexualisierter Gewalt fördern soll. Der schreckliche Kindesmissbrauchsfall von Lügde hat dazu geführt, dass der Kreis Lippe im Bereich des Kinderschutzes weiter aufrüstet. Dass ist nicht nur richtig, sondern auch sehr wichtig. Denn Schreckensnachrichten wie jüngst die Missbrauchsfälle rund um Bergisch Gladbach zeigen, dass Kindesmissbrauch überall stattfindet, und zwar jeden Tag und viel öfter als man es sich vorstellen mag. Und die meisten Fälle geschehen größtenteils unbemerkt. Sie müssen in den Fokus der Gesellschaft rücken, findet SPD-Kreistagsmitglied Antonius Grothe, denn nur so kann man die Gesellschaft besser sensibilisieren.

 

Grothe ist Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Kreishaus. 25 Jahre leitete er das SOS-Kinderdorf in Schieder-Schwalenberg. Der Sozialdemokrat lobt die Maßnahmen, die gerade anlaufen. „Mir ist wichtig zu sagen, dass es auch vor den Vorfällen von Lügde zahlreiche Kinderschutzmaßnahmen vom Kreis Lippe gab. Dass der Kreis in diesem Bereich bereits seit Jahren gut aufgestellt ist, hat auch Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, beim Kinderschutzforum in dieser Woche gelobt. Nach Lügde wurde jetzt allerdings nochmal massiv aufgestockt. Das haben wir vor allem unserem Landrat Dr. Axel Lehmann zu verdanken. Der Landrat hat nach den Vorfällen besonnen gehandelt. Es war richtig sich nicht wegzuducken, sondern Fehler deutlich zu benennen und Problematiken offen auf den Tisch zu legen. Denn nur so hat man die Möglichkeit aus Fehlern zu lernen und Dinge besser zu machen“, sagt Grothe.
Aus Lippe einen Ort der Kinderrechte zu machen, findet der Politiker sehr gut. Besonders gefalle ihm die Herangehensweise an das Projekt. „Ziel muss es sein, dass so ein Ort wirklich zu einer informativen Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche wird, die genutzt wird und sich nicht nur auf dem Papier gut macht“, so Grothe.

 

Daher sollen Kinder und Jugendliche aus Lippe bereits bei der Entwicklung der Stationen sowie dem endgültigen Namen beteiligt werden. In einem Wettbewerbsformat können sie ihre Wünsche und Ideen einbringen: Unterstützt durch pädagogische Fachkräfte und regionale Kunstschaffende können die Kinder und Jugendlichen, zusammen mit ihrer Kita, einer Grundschule, den weiterführenden Schulen oder einem Jugendzentrum, Vorschläge einreichen. Eine Jury wird anschließend eine Auswahl treffen, welche Ideen umgesetzt werden.

 

Der Kreis Lippe lädt alle Interessierten ein, zu einer Infoveranstaltung, um mehr über das Projekt zu erfahren. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es im Flyer "Wettbewerb: Ort der Kinderrechte" unter:

https://www.kreis-lippe.de/media/custom/2001_10346_1.PDF?1574338127


Für einen besseren Schutz von Kindesmissbrauch spricht sich Grothe auch für deutlich mehr Fortbildungen für Lehrer*innen, Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen von Behörden aus. „Kinder und Jugendliche brauchen den bestmöglichen Schutz. Den bekommen sie, wenn sie von qualifizierten Pädagog*innen und Erzieher*innen beobachtet werden, die Anzeichen von Missbrauch erkennen können. Und den haben sie, wenn Sozialarbeiter*innen in Jugendämtern so sicher in ihrem Urteil sind, dass sie sich auch trauen, konsequent zu handeln. Dafür müssen sie ausreichend qualifiziert sein. In Kreisen wie Lippe, wo es beispielsweise fünf Jugendämter gibt, muss zudem die Zusammenarbeit und der Austausch der Ämter untereinander optimiert werden. “, sagt Antonius Grothe.

 

Für den SPD-Politiker gehöre aber auch zur Wahrheit, dass man einen hundertprozentigen Schutz, auch mit den besten Maßnahmen nicht gewährleiten kann. „Um die Polizei oder die Staatsanwaltschaft einzuschalten, darf nicht Mut erforderlich sein, sondern die eigene Überzeugung, das Richtige zu tun. Und das bedeutet auch, dass man im Zweifelsfall Vorkommnisse meldet, die einem komisch vorkommen“, sagt Antonius Grothe.

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