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Nehmt die Jugend ernst

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Dr. Gudrun Fleege spricht über die Ergebnisse der neuen Shell-Jugendstudie

 

Die in dieser Woche veröffentlichte Shell-Jugendstudie untersucht, wie die Generation der 12- bis 25-Jährigen heute in Deutschland aufwächst: Welche Rolle spielen Familie und Freunde, Schule und Beruf, Digitalisierung und Freizeit. Wie stehen junge Menschen zu Politik, Gesellschaft und Religion? Ihre größte Sorge ist die Umweltzerstörung und der Klimawandel. Die Zufriedenheit mit der Demokratie wächst – Politiker hingegen werden eher skeptisch gesehen. Der Studie zufolge wächst aber auch die Empfänglichkeit für politischen Populismus.

 

Dr. Gudurn Fleege ist Sachkundige Bürgerin in der SPD-Kreistagsfraktion. Sie lebt in Schlangen und ist Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Für sie zeigen die Studienergebnisse, dass die Jugend ernst genommen werden will. „Wir haben eine Jugend in unserem Land, der es in überwiegender Zahl aktuell sehr gut geht. Die Jugend in Deutschland ist in weiten Teilen hochgebildet und hat viele großartige Berufschancen. So eine Jugend wird natürlich politischer, diese Jugendlichen wollen Verändern, Mitbestimmen, gehört werden. Hier muss die Politik anfangen einen anderen Umgang mit jungen Menschen zu pflegen. Ihnen nur nett zuzuhören und dabei vielleicht noch nicht einmal wirklich bei der Sache zu sein, das reicht nicht. Ideen, Meinungen und Kritik Jugendlicher muss mehr in die politische Gestaltung einfließen“, sagt Fleege. „Schließlich helfen uns die Jugendlichen, unsere eigenen Vorstellungen auf den Prüfstand zu stellen, darüber sollten wir froh sein."

 

Durch die begrenzten Einflussmöglichkeiten von Jugendlichen auf die Politik, erklärt sich die Jugendpolitikerin auch das ambivalente Verhältnis junger Menschen zu unserer Demokratie und dem Bild, das von Politikerinnen und Politikern vorherrscht. Die Jugendlichen in Deutschland vertrauen zwar der Demokratie in einem hohen Maß, den Menschen und Institutionen, die diese Demokratie repräsentieren, aber nicht. „Es muss einen mehr als nachdenklich stimmen, dass 71 Prozent der Befragten nicht glauben, dass Politiker sich für ihre Belange interessieren und einsetzen.“ Diese Entwicklung belegt die Studie seit mehreren Jahren. „Immer wieder werden Verflechtungen zwischen Lobbyisten und Politikern öffentlich, das wirft dann die Frage nach dem Amtsverständnis und letztendlich auch der Glaubwürdigkeit auf. Mehr Transparenz aber auch mehr Mut zur Demokratie könnten das Misstrauen vieler Jugendlicher „den Politikern“ gegenüber verringern. Und genau dafür brauchen wir eine neue, unverkrampfte Herangehensweise, wie sie die junge Generation mitbringt. An der nötigen Kompetenz fehlt es bei Themen wie Klimaschutz, ÖPNV, Bildung oder Digitalisierung bestimmt nicht“, so Gudrun Fleege.

 

Nicht vergessen darf man an dieser Stelle aber diejenigen, die bereits in ihrer Jugend abgehängt sind oder sich abgehängt fühlen. Die Studie zeigt, dass eine Anfälligkeit für Populismus deutlich erkennbar ist. Und auch wenn eine große Mehrheit der Jugendlichen weit davon entfernt, tatsächlich für rechten Populismus empfänglich zu sein, darf man die 9 Prozent der Jugendlichen, die sich umfassend auf verschiedenste populistische Statements einlässt, nicht hinten über fallen lassen. Die Sozialdemokratin hält daher eine verstärkte politische Bildung in Schulen für unabdingbar. „Es gibt bei Jugendlichen ein Bedürfnis, über Politik zu sprechen, und dieses Bedürfnis geht vom Gymnasium bis zur Hauptschule. Politische Diskurse sind wichtig für eine funktionierende Demokratie. Und sicherlich muss man Jugendlichen auch mehr über die Arbeit von Politikerinnen und Politikern erzählen. Die Ablehnung und die Skepsis gegenüber Politikern gehören heute beinahe zum guten Ton. Doch, dass ein politisches Amt mit viel Arbeit verbunden ist, und zwar vom Bundespolitiker bis hin Kommunalpolitiker im Stadt- oder Gemeinderat, dass wissen viele nicht. Wer in einem Kommunalparlament sitzt, macht das in der Regel ehrenamtlich und ist in den meisten Fällen zusätzlich noch berufstätig. Politikerinnen und Politiker sind keine abgehobenen, skurrilen Wesen in fernen Sitzungssälen. Jeder Politiker ist ganz unkompliziert ansprechbar. Es ist schade, dass davon so wenig Gebrauch gemacht wird“, findet Fleege.

 

Die Ergebnisse der Studie zeigen einen hohen Wunsch nach Stabilität. Familie und Freunde sind ein wichtiges Gut. Die Mehrheit blickt optimistisch in die Zukunft und ist tolerant und aufgeschlossen gegenüber Minderheiten und Vielfalt. Der Wertehorizont der Jugendlichen verschiebt sich zunehmen, Sie tendieren stärker zu einer achtsamen, umweltbewussten und gesunden Lebensweise. Ehrgeiz ist kein primäres Mittelschichtsphänomen, sondern für die obersten und untersten Schichten eine klare Leitorientierung.

 

Insgesamt zeigt die Studie, dass unsere Jugend zum überwiegenden Teil umweltbewusst, politisch und sozial ist. Nachdenklich stimmt es die SPD-Politikerin, dass sich die traditionellen Rollenbilder in Bezug auf Partnerschaft und Familie wenig verändern. Immer noch geben 65 Prozent der jungen Frauen an, gerne maximal halbtags arbeiten zu wollen, wenn sie eine Familie haben. „Wenn sie dies so umsetzten, laufen weiterhin Millionen von Frauen in eine große Armutsfalle. Junge Frauen haben heute so viele Möglichkeiten sich beruflich und familiär zu verwirklichen. Doch die meisten Frauen sehen sich nach wie vor der Erwartungshaltung ausgesetzt, die allein verantwortliche Bezugsperson für ihr Kind zu sein. Es mag vielen Frauen auch schwerfallen, darauf zu vertrauen, dass sich die Qualität der Betreuung gerade im U3 Bereich deutlich verbessert hat. Hier ist die Politik gefragt und muss die bestmöglichen Rahmenbedingungen schaffen, auch in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern. Alternative Arbeitszeitmodelle, Betriebskitas, Randstundenbetreuung durch Tagesmütter, das sind nur einige Beispiele, die dazu beitragen, dass sich Frauen nicht permanent unter Druck gesetzt fühlen und auch noch Zeit für ein Familienleben bleibt. Die vorherrschende Floske „Wenn sie Karriere machen will, kriegt sie halt besser kein Kind“ ist nicht nur dümmlich, sondern zeigt in erschreckender Weise, dass es in unserem Land wenig gibt, dass auch heute noch so antifeministisch und rückständig abläuft, wie die Kindererziehung und die Organisation des Familienalltags“, ärgert sich Fleege. „Wir sollten es als unsere wichtigsten gesamtgesellschaftlichen Aufgaben begreifen, für ein Umfeld zu sorgen, in dem Kinder gesund und glücklich aufwachsen können. Wichtige Bausteine dafür sind ein qualifiziertes Betreuungs- und ein ebenso gutes Bildungsangebot.“

 

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