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Wochenrückblick - Rote Karte für Rassismus

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Foto: Fraktionsmitglied Andreas Kuhlmann über Tönnies, Rassismus und die Mitte der Gesellschaft

Rassismus und die Mitte der Gesellschaft. Zwei Begrifflichkeiten, die nebeneinander fehlplatziert, befremdlich und eigentlich unvorstellbar wirken. Jedoch zeigen Vorfälle wie die Aussage von Schalkes Aufsichtsratsvorsitzendem Clemens Tönnies, dass Rassismus immer mehr in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, oder vielleicht noch schlimmer, nie wirklich verschwunden war.

 

Beim Tag des Handwerks in Paderborn kritisiert Unternehmer Tönnies Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel. Stattdessen solle man im Jahr 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren, damit Afrikaner aufhören Bäume zu fällen und Kinder zu produzieren, wenn es dunkel sei. Die Konsequenz, die daraus für ihn folgt: Im Einvernehmen mit dem Ehrenrat des Vereins Schalke 04, will er sein Amt für drei Monate ruhen lassen. Die einfache wie auch irritierende Begründung dafür ist, dass es sich bei Tönnies Aussagen um Diskriminierung, nicht aber um Rassismus handeln würde.

 

„Die Aussagen, die hier getätigt wurden, waren klar rassistisch. So etwas geht gar nicht. Mit einer Entschuldigung kann es nicht getan sein. Der Deutsche Fußballbund wirbt seit Jahren mit seiner Kampagne „Gesellschaftliche Verantwortung“ und seinem Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung. Doch wenn sich dann einer der mächtigsten Funktionäre im Deutschen Fußball rassistisch äußert, bleiben Vereine und auch der DFB stumm. Das grenzt an eine Bankrotterklärung im Kampf gegen Rassismus für den Deutschen Fußball“, sagt Kreistagsfraktionsmitglied Andreas Kuhlmann.

 

Als ehemaliger Schulleiter weiß Kuhlmann, wie es ist, eine Vorbildfunktion zu haben. Diese Vorbildfunktion hat aus seiner Sicht auch Clemens Tönnies. Für den SPD-Politiker hat sich eine Person, die sich zu rassistischen Äußerungen hinreißen lässt, grundsätzlich disqualifiziert ein öffentliches Amt weiter auszuführen. „Um es mit der Sprache des Fußballs zu sagen – hier wäre wohl eine Rote Karte die einzig richtige Entscheidung gewesen“.

 

Warum keine entschlossenen Konsequenzen folgen, ist eine Frage, auf die es für Andreas Kuhlmann nicht die eine und vor allem keine einfache Antwort gibt. Es sei eine Mischung aus Macht, Einfluss und einer steigenden Salonfähigkeit von Alltagsrassismus. „Was man ganz deutlich sagen muss ist, dass Rassismus längst kein Randphänomen mehr ist. Man darf die Augen nicht davor verschließen, dass Rassismus in der Mitte unserer Gesellschaft existiert. Über die Existenz von Rassismus in der Mitte unserer Gesellschaft muss offen geredet werden. Denn dieser bildet den Nährboden für Rechtsextreme. Es ist schon erschreckend zu erleben, dass die Rassisten in unserem Land, aber auch überall auf der Welt, ihre Stimmen lauter erheben und auch noch steigendes Gehör finden“, so Kuhlmann.

„Wir als Politiker*innen sind gefordert die Bemühungen im Kampf gegen Diskriminierung und Intoleranz, insbesondere gegen Einwanderer und Menschen nichtchristlicher Religionen zu intensivieren. „Aber auch die Gesellschaft, jeder Mensch, steht für mich in der Pflicht, eine klare Position gegen rassistisch oder fremdenfeindlich motivierte Aussagen oder Taten einzunehmen. Erheben Sie ihre Stimme, wenn der Nachbar oder der Arbeitskollege einen rassistischen Spruch bringt. Schauen Sie nicht weg, wenn auf der Straße jemand wegen seiner Hautfarbe, seiner Religion oder seiner Sexualität diskriminiert wird. ‚Wehret den Anfängen’ ist eine Mahnung die notwendigerweise äußerst aktuell ist und bleiben wird“, mahnt Kuhlmann abschließend.

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